Herbsttagung des Oberrates der Schweizerischen Vinzenzgemeinschaft 2016 in St. Gallen

 

 

Herbsttagung des Oberrates der Schweizerischen Vinzenzgemeinschaft

 am 17. September 2016 in St.Gallen

 

Markus Jungo, Präsident des Schweizerischen Oberrates, konnte 20 Vinzentiner/innen im Haus «Jägerei» aus dem 16. Jh. begrüssen. Nach der umfassenden Renovation des Gebäudes befindet sich dort wieder das Pfarreiheim, das neu «DomZentrum» heisst. Der Präsident dankte dem Ortsrat St.Gallen für die Organisation, insbesondere Donat Wick.

  

Er erörterte kurz, worum es dem Oberrat beim aktuellen Hauptthema «Kommunikationskonzept» resp. Erscheinungsbild geht. Das heutige Erscheinungsbild wurde vor vielen Jahren zum letzten Mal überarbeitet. Dazu kann festgestellt werden, dass die Arbeit der Vinzenzkonferenzen in beachtlichen Kreisen der Bevölkerung unbekannt ist. Dieser Umstand ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen dass die Vinzenzkonferenzen sehr einfach und diskret arbeiten. Trotz dieser Diskretion wollen wir das Wirken der Vinzentiener und Vinzentienierinnen über die Kommunikationsmittel besser bekannt machen.

Hansjörg Gulde, Präsident des Ortsrates, dankte Donat Wick ganz herzlich für die vortreffliche Organisation des ganzen Anlasses. Anschliessend dislozierten die Teilnehmenden in die nahe Stiftsbibliothek, wo sie in zwei Gruppen von zwei Führerinnen durch den reich ausgeschmückten Barocksaal begleitet wurden. Zusammen mit der Kathedrale gehört die Stiftsbibliothek seit 1983 zum Unesco-Weltkulturerbe. Sie zählt zu den ältesten und schönsten Bibliotheken der Welt. Die wechselnden Ausstellungen wertvoller Manuskripte und Unikate geben einen nachhaltigen Eindruck von der St.Galler Klosterkultur. Zum Abschluss erhielten die beiden Gruppen in der Sonderausstellung «Abracadabra» einen kleinen Einblick in die Geschichte der Medizin im Mittelalter.

Gastgeber Donat Wick, der Betriebsleiter des Hotels Vadian und der Herberge zur Heimat, lud die VinzentinerInnen zum Mittagessen ins Hotel Vadian ein. Nach dem reichhaltigen Salat- und Spaghetti-Buffet gab Donat Wick einen Einblick in die Doppelinstitution Herberge zur Heimat und Hotel Vadian im Klosterbezirk.

Die Herberge zur Heimat ist seit 1888 ein Haus der Zuflucht – sie bietet notdürftigen Menschen jeglichen Alters eine kostengünstige Unterkunft an, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Religion. Da sie sich als Ort für temporäre Aufenthalte versteht, unterscheidet sie sich dadurch von vielen vergleichbaren Heimen, wenn auch manch einer der Bewohner längerfristig hier sein Zuhause findet. Laut Donat Wick bietet die Herberge zum ersten Mal seit den 1950er Jahren wieder Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf.

Die Herberge zur Heimat und das Hotel Vadian sind eine Doppelinstitution, die vom Verein Hospiz zur Heimat geführt wird. Die Trägerschaft, Betriebsleitung und das Personal sind zuständig für beide Institutionen. Die Herberge ist finanziell selbsttragend, der Nettogewinn des Hotels wird der Herberge zugeführt. Spendengelder ermöglichen zusätzlich Unabhängigkeit, Soforthilfe und psychosoziale Betreuung.

 Mehr Infos:   www.herberge-sg.ch

                      www.hotel-vadian.ch

  

Am Nachmittag besuchten die Teilnehmenden in zwei Gruppen unter fachmännischer Führung die barocke Kathedrale mit ihrer Doppelturmfassade. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt St.Gallen und eine der letzten monumentalen Klosterbauten des Barocks. Im Innern  herrschte eine heitere Stimmung, dank des vielen Lichts und den malachitgrünen Stuckaturen. Die beiden Führer wussten viel Spannendes zu erzählen, z.B. über die üppigen Malereien, Stuckaturen und Schnitzereien im Kirchenraum oder über das Chorgestühl mit seinen 84 herrlich geschnitzten Sitzen.

Nach der Rückkehr ins Hotel Vadian berichtete Peter Oberholzer über das Arbeitslosenprojekt der Viko Heiligkreuz-Rotmonten. Unter dem Namen «bodenseewasser.ch» werden Flaschen mit diesem Logo als Karaffen verkauft, die von Stellensuchenden in der Pfarrei hergestellt wurden (mehr infos: www.bodenseewasser.ch ). Peter Oberholzer erzählte, dass die Viko dank diesem Bodenseewasser-Projekt neue Spender gefunden habe. Allen Auswärtigen schenkte er eine Bodenseewasser-Flasche.

 

Zum Abschied dankte Markus Jungo dem Ortsrat St.Gallen – allen voran Donat Wick – für die gute Organisation der Herbsttagung. Dem hiesigen Ortsrat wünschte er ein gutes Gedeihen.

  

St.Gallen, 30. September 2016

 

 Victor Manser

 

 

 

 

 

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